Kanzlei Dr. Metschkoll
Kanzlei Dr. Metschkoll

Ansprechpartner Steuerrecht

Dr. Michael Metschkoll
(Steuerberater / Wirtschaftsprüfer)

email: mm@metschkoll.de

 

Kontakt

Gern können Sie uns eine email schreiben oder unter der Rufnummer 08142 / 57850 einen Beratungstermin vereinbaren.

Aktuelle Seminare

05.12.2018 08:11

Seminar: Basiswissen Recht

Termin: Mittwoch, den 05.12.20186, 09:00 bis 17:00 Uhr Ort: IHK-Akademie, München, Orleanstr....


Kat: Seminare, Basiswissen Recht Seminare
28.11.2018 08:00

Seminar: Update für den Bilanzbuchhalter

Termin: Mittwoch, den 28.11.2018, 09:00 bis 17:00 Uhr Ort: IHK-Akademie Westerham,...


Kat: Seminare, Update Bilanzbuchhalter Seminare
20.11.2018 12:07

Seminar: Basiswissen Steuern

Termin: Dienstag, den 20.11.2018, 09:00 bis 17:00 Uhr Ort: IHK-Akademie, München, Orleanstr....


Kat: Seminare Seminare

Aktuelles zu

Recht
Steuern
Tipps
Seminar

Interessante Links

Aktuelles aus Finanzverwaltung und -rechtsprechung

17.08.2018 07:15

Entschädigung für entgangene Einnahmen und steuerfreier Schadensersatz

Ein angestellter Geschäftsführer wurde bei einem Überfall schwer verletzt. Er schloss mit seinem...


Kat: Steuer
15.08.2018 10:37

Pauschalierung der Einkommensteuer für betriebliche Zuwendungen

Ein Großhändler vertrieb Kameras, Objektive und Blitzgeräte. Zur Verkaufsförderung führte er ein...


Kat: Steuer
13.08.2018 11:26

Erteilung einer verbindlichen Auskunft: Anforderung an die Darstellung des noch nicht verwirklichten Sachverhalts

Ein Hobbypilot hatte sich an sein Finanzamt gewandt und um Erteilung einer verbindlichen Auskunft...


Kat: Steuer
01.08.2018 14:33

Abzug nachträglicher Schuldzinsen bei Vermietungseinkünften

Fallen nach der Veräußerung eines Vermietungsobjekts hierfür noch Schuldzinsen an, können sie...


Kat: Steuer
30.07.2018 10:49

Erhöhte Absetzung für eine Eigentumswohnung

Die Erwerber eines Penthouses machten nach dessen Fertigstellung Sonderabschreibungen geltend. Die...


Kat: Steuer
27.07.2018 08:06

Veräußerung von Anteilen und Erwerb durch die GmbH

Veräußert ein Gesellschafter seine Anteile an die GmbH, an der er beteiligt ist, stellt dies ein...


Kat: Steuer

Steuerrecht - Verzicht auf Geschäftsführergehalt

 

Weniger ist manchmal mehr - Steuerliche Risiken des rückwirkenden Gehaltsverzicht eines Geschäftsführers

 

- RA/StB/WP Dr. Michael Metschkoll -

Gesellschafter-Geschäftsführer von Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) vereinbaren zur Verminderung der Belastung mit Gewerbesteuer mit ihrer GmbH in der Regel ein Geschäftsführergehalt. Damit hat die GmbH Betriebsausgaben und der Geschäftsführer persönlich Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit. Kommt die GmbH in wirtschaftliche Schwierigkeiten, so liegt es nahe, dass der Gesellschafter und Geschäftsführer zur Rettung seiner GmbH auf das Gehalt verzichtet. Er möchte damit insbesondere verhindern, dass er sein Gehalt der Einkommensteuer unterwerfen muss, obwohl es bei der GmbH sich aufgrund der Verluste steuerlich weder bei der Körperschaftsteuer noch bei der Gewerbesteuer auswirkt.

Aufgrund einer aktuellen Entscheidung des Bundesfinanzhofes (Urteil vom 15.6.2016, VI R 6/13) ist bei einem solchen rückwirkenden Verzicht steuerliche Vorsicht geboten. In vielen Fällen lässt sich nämlich der steuerliche Zufluss und damit die Versteuerung bei der Einkommensteuer gar nicht mehr rückgängig machen. Im Steuerrecht ist es grundsätzlich nicht zulässig, steuerliche Sachverhalte nachträglich durch Vereinbarungen wieder „zu beseitigen“. In solchen Fällen kann es sogar dazu führen, dass der Arbeitslohn der Einkommensteuer zu unterwerfen ist, aber der Verzicht aufgrund des allgemeinen Verbotes des Werbungskostenabzugs bei Kapitalvermögen im Rahmen der Einkommensteuer sich steuerlich nicht auswirkt. Der durch den Verzicht angestrebte steuerliche Vorteil kehrt sich in einen Nachteil um.

Statt eines Verzichts auf das Gehalt sollte überlegt werden, dass sich der Geschäftsführer ausstehende Gehälter von der GmbH einfach nicht auszahlen lässt und über die auflaufenden Gehaltsforderungen einen Rangrücktritt gegenüber der GmbH abgibt. Dies würde zu vergleichbaren wirtschaftlichen Ergebnissen, nicht jedoch zu den angesprochenen steuerlichen Nachteilen führen.

Für die Zukunft, also ohne Rückwirkung, kann mit Wirkung für die Einkommensteuer auf eine Gehaltsvereinbarung verzichtet werden. Letztendlich handelt es sich aber um keinen Verzicht, sondern um eine Vertragsaufhebung.Auch hier bestehen steuerliche Risiken, da die Finanzverwaltung eine verdeckte Gewinnausschüttung für den gesamten Geschäftsführervertrag annehmen kann. Eine betriebswirtschaftliche Planung ist von Vorteil, um rechtzeitig das Gehalt des Gesellschafters und Geschäftsführers einer GmbH an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung anzupassen. Grundsätzlich ist nämlich der Geschäftsführer und Gesellschafter nicht verpflichtet sich ein steuerpflichtiges Gehalt zu zahlen.