Kanzlei Dr. Metschkoll
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Aktuelles aus der Rechtsprechung

31.01.2018 10:45

Airlines dürfen keine Sondergebühr bei Stornierung einer Flugbuchung verlangen

Nach Auffassung des Bundesgerichtshofs benachteiligen Klauseln in den Allgemeinen...


Kat: Rechtsprechung
01.12.2017 07:49

Haftung eines Auffahrenden bei Kettenauffahrunfall

Bei einem Auffahrunfall ist grundsätzlich von einem Verschulden des Auffahrenden auszugehen, wenn...


Kat: Rechtsprechung
27.10.2017 08:29

Haftung für Unfall bei einem Spurwechsel im Reißverschlussverfahren

Nach der Straßenverkehrs-Ordnung darf ein Fahrstreifen nur gewechselt werden, wenn eine Gefährdung...


Kat: Rechtsprechung
25.10.2017 16:01

Ungerechtfertigte Bereicherung des Arbeitnehmers bei versehentlicher Zahlung des vollen Bruttobetrags

Ein Arbeitgeber war verurteilt worden, einem Arbeitnehmer noch ausstehendes Arbeitsentgelt von...


Kat: Rechtsprechung
16.10.2017 14:03

Kündigung einer Mietwohnung zur Durchführung eines sozialen Wohnprojekts ist unwirksam

Der Bundesgerichtshof hat sich mit der Frage befasst, unter welchen Voraussetzungen die...


Kat: Rechtsprechung

Unternehmensverkauf

Kundendaten beim Unternehmensverkauf - ein Datenschutzproblem

Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) hat in einer Pressemitteilung vom 30.07.2015 darüber informiert, dass die unbefugte Weitergabe von Kundendaten im Zusammenhang mit Unternehmensverkäufen zu empfindlichen Bußgeldern führen kann.

Anlass für die Pressemitteilung war, dass das BayLDA kürzlich im Falle einer datenschutzrechtlich unzulässigen Übertragung von E-Mail-Adressen von Kunden eines Online-Shops im Zuge eines Asset Deals Geldbußen in fünfstelliger Höhe sowohl gegen das veräußernde als auch gegen das erwerbende Unternehmen festgesetzt hat.

„Bei Asset Deals werden personenbezogene Kundendaten bisweilen unter Verstoß gegen das Datenschutzrecht veräußert. Um die Sensibilität der Unternehmen zu erhöhen, werden wir in auch in weiteren geeigneten Fällen dieser Art Verstöße mit Geldbußen ahnden.“ so Thomas Kranig, Präsident des BayLDA in der Pressemitteilung.

Während ein sog. Share Deal (Anteilskauf) datenschutzrechtlich grundsätzlich unproblematisch ist, da der Rechtsträger (z. B. GmbH) unverändert bleibt, müssen beim sog. Asset Deal (Veräußerung einzelner Wirtschaftsgüter) personenbezogene Daten als Assets vom Veräußerer an den Erwerber übertragen werden, so dass sie zu einer neuen „verantwortlichen Stelle“ im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) gelangen.

Hierbei sind zahlreiche datenschutzrechtliche und wettbewerbsrechtliche Hürden zu überwinden.

Während Name, postalische Adresse und Geburtsjahr als sog. Listendaten zu Werbezwecken auch ohne Einwilligung übermittelt werden dürfen, gilt dies nicht für alle übrigen Kundendaten.

Sollen Geburtsdatum, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Konto-/Kreditkartendaten, „Bestellhistorie“ übertragen werden, geht das grundsätzlich nur mit der Einwilligung des Kunden.

Insbesondere setzt die E-Mail- u. Telefonwerbung durch den Erwerber die ausdrückliche Einwilligung des Adressaten voraus, die im Regelfall nicht vorliegen wird.

 

Um Firmeninhaber, die sich überlegen, ihr Unternehmen zu verkaufen, nicht ebenfalls wegen Datenschutzverstößen in ein Bußgeld laufen zu lassen, hat das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht zusammen mit der Industrie- und Handelskammer München am 14. Oktober 2015 in München eine entsprechende Informationsveranstaltung zur „Unternehmensnachfolge und Datenschutz“ veranstaltet.

Herr Dr. Metschkoll hat im Rahmen dieser Veranstaltung über "IT und Datenschutz als Einflussfaktoren für die Unternehmensbewertung" referiert. Diesen Vortrag sowie weitere Unterlagen können Sie zu Ihrer Information hier herunterladen: