Kanzlei Dr. Metschkoll
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Links zur Nachtragsliquidation

Aktuelles aus der Rechtsprechung

13.05.2019 07:02

Vermieter muss keine Fenster putzen

Der Bundesgerichtshof hat sich mit der Frage beschäftigt, ob ein Mieter vom Vermieter die...


Kat: Rechtsprechung
30.04.2019 07:21

Trompetenspiel im Reihenhaus in Maßen erlaubt

Wenn Nachbarn über das Musizieren in einem Reihenhaus streiten, dürfen Gerichte daran keine zu...


Kat: Rechtsprechung
15.04.2019 09:03

Mieter kann Zustimmungserklärung zur Mieterhöhung nicht widerrufen

Mieter können eine einmal erteilte Zustimmung zur Mieterhöhung bis zur ortsüblichen...


Kat: Rechtsprechung
12.04.2019 11:17

WEG-Beschluss kann nicht vom Eintritt einer Bedingung abhängig gemacht werden

Der Beschluss einer Wohnungseigentümergemeinschaft kann nicht unter der Bedingung gefasst werden,...


Kat: Rechtsprechung
03.04.2019 08:48

Ehefrau der Kindsmutter wird nicht aufgrund der Ehe zum rechtlichen Mit-Elternteil des Kinds

Die Ehefrau der Kindsmutter ist nicht aufgrund der Ehe als weiterer Elternteil des Kinds in das...


Kat: Rechtsprechung

Nachtragsliquidation

 

Über uns

Die Kanzlei Dr. Metschkoll und insbesondere ihr Kanzleiinhaber ist seit über 15 Jahren im Bereich der Nachtragsliquidation tätig und verfügt über umfangreiche, praktische Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Aufgabenstellungen.

Herr Dr. Michael Metschkoll wird daher regelmäßig und bundesweit zum Nachtragsliquidator bestellt. Er ist bei der IHK Berlin als Nachtragsliquidator registriert.

 

Aufgaben des Nachtragsliquidators

Nachfolgend soll ein kurzer Überblick über die Aufgaben des Nachtragsliquidators gegeben werden:

Eine Nachtragsliquidation wird immer dann erforderlich, wenn sich nach der Löschung einer Gesellschaft im Handelsregister herausstellt, dass noch Maßnahmen der Gesellschaft im Hinblick auf Vermögenswerte der Gesellschaft oder sonstige Abwicklungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen.

Mögliche Abwicklungsmaßnahmen sind:

  • Verkauf verbliebener Vermögenswerte der Gesellschaft
  • Verteilung von Vermögen an Gesellschafter oder deren Erben
  • Erteilung eines Zeugnisses für Arbeitnehmer
  • Empfang von Zustellungen
  • Abgabe einer Löschungserklärung gegenüber dem Grundbuchamt, insbesondere bei zurückgebliebenen Grundschulden und Hypotheken
  • Mitwirkung an Auszahlung eines hinterlegten Betrages
  • Wahrnehmung von Rechten aus eingetragenem Grundpfandrecht
  • Erfüllung eines durch Vormerkung gesicherten Anspruchs
  • Nachholung unterlassener Liquidations-Rechnungslegung gem. § 71 Abs. 1 GmbHG
  • Wahrnehmung von Pflichten in einem gegen die Gesellschaft gerichteten Steuerverfahren
  • Passive Mitwirkung an Zustellung eines Steuerbescheides, da die Zustellung Bedeutung für Ansprüche aus Haftung Dritter nach §§ 69 ff AO haben kann
  • Mitwirkung in einem Kündigungsschutzprozess und i.d.R. in einem gegen die Gesellschaft gerichteten Rechtsstreit

Mit der Beendigung der Liquidation oder des Insolvenzverfahrens endet das Amt der Liquidatoren bzw. das des Insolvenzverwalters. Die Gesellschaft wird aus dem Handelsregister gelöscht und ist mangels Vertretungsorgan nicht mehr handlungsfähig.

Hat die Gesellschaft im Zeitpunkt der Löschung aber tatsächlich noch Vermögenswerte, wie z.B. Forderungen, Grundeigentum oder Grundpfandrechte, über die nach der Löschung durch die Gesellschaft verfügt werden soll,z.B.

  • weil jemand ein Grundstück der gelöschten Gesellschaft kaufen möchte oder
  • weil die Erteilung der Löschungsbewilligung durch die gelöschte Gesellschaft zum lastenfreien Erwerb einer Immobilie notwendig ist,

dann benötigt die gelöschte Gesellschaft dafür ein Vertretungsorgan.

Diese Aufgabe übernimmt der Nachtragsliquidator.

 

Verfahrensablauf

Die Bestellung des Nachtragsliquidators erfolgt durch das Registergericht am Sitz der Gesellschaft auf Antrag hin, in dem Antragsteller ein berechtigtes (unmittelbares) Interesse an der Nachtragsliquidation darzulegen hat.

Soll ein bestimmter Nachtragsliquidator bestellt werden, muss dieser im Antrag ausdrücklich benannt werden. Er wird dann in der Regel vom Registergericht berücksichtigt, wenn sichergestellt ist und in dem Antrag dargelegt wird, dass der Antragsteller die Kosten des Nachtragsliquidators trägt, soweit diese nicht vollständig aus dem Gesellschaftsvermögen gedeckt werden können. Der Antragsteller ist nur dann mit den Kosten belastet, wenn das Vermögen der Gesellschaft für die Nachtragsliquidation nicht ausreicht.

Es empfiehlt sich stets im Vorfeld der Antragstellung bereits Kontakt mit dem (potentiellen) Nachtragsliquidator aufzunehmen, um dessen Bereitschaft zur Amtsübernahme, den Aufgabenkreis sowie die Vergütung abzuklären.

 

Nachtragsliquidation ist Vertrauenssache

Dabei ist eine Nachtragsliquidation Vertrauenssache, da dem Nachtragsliquidator weitgehende, geschäftsführergleiche Befugnisse eingeräumt werden, er aber aus gesetzlichen Gründen die Interessen der Gesellschaft und der Gesellschafter vorrangig vor den Interessen des Antragstellers zu beachten hat.

Hier zahlt es sich besonders aus, auf erfahrene Nachtragsliquidatoren, wie Herrn Dr. Michael Metschkoll, zu setzen, da diese frühzeitig etwaige Risiken der Nachtragsliquidation zuverlässig erkennen und dem Antragsteller vorab Strategien und Handlungsoptionen benennen können.