Kanzlei Dr. Metschkoll
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Kündigung Arbeitsverhältnis - Irrtum 6

„In der Kündigungserklärung muss ein Kündigungsgrund angegeben werden.“

Die Beendigungskündigung muss eindeutig und unmissverständlich auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses gerichtet sein. Für die einseitige Änderung einzelner Arbeitsbedingungen durch den Arbeitgeber oder den Arbeitnehmer bedarf es der Änderungskündigung.

Das Wort "kündigen" braucht nicht ausdrücklich erwähnt werden. 

Grundsätzlich muss eine Kündigungserklärung keine Begründung enthalten. Lediglich auf Verlangen ist jedoch eine außerordentliche Kündigung unverzüglich schriftlich zu begründen.

In Ausnahmefällen kann sich eine Begründungspflicht aus dem Arbeitsvertrag, einer Betriebsvereinbarung oder dem Tarifvertrag ergeben.

Davon zu unterscheiden ist, dass bei einer außerordentlichen Kündigung sowie beim Eingreifen des allgemeinen Kündigungsschutzes nach dem KSchG, Gründe vorliegen müssen, die die kündigende Arbeitsvertragspartei zur Kündigung berechtigen.

Beispiel für eine ordentliche Kündigung:

"Hiermit kündigen wir das zwischen uns bestehende Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der vertraglichen/tariflichen/gesetzlichen Frist zum 31.12.2011. Vorsorglich kündigen wir zum nächsten zulässigen Termin."

Beispiel für eine außerordentliche Kündigung:

 "Hiermit kündigen wir das bestehende Arbeitsverhältnis fristlos, hilfsweise ordentlich zum nächsten zulässigen Beendigungstermin.

Eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der ordentlichen Kündigungsfrist ist uns nicht zuzumuten."

Zu den Anforderungen an die zulässige Form einer wirksamen Kündigungserklärung lesen Sie unter Irrtum5.

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