Kanzlei Dr. Metschkoll
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Kanzleinachrichten

Aus dem Inhalt der aktuellen Ausgabe April 2017

Ganz oder gar nicht! Ein „bisschen Arbeitszimmer“ gibt es nicht (mehr). Im vergangenen Jahr haben wir Sie darüber informiert, dass gemäß einem Beschluss des Großen Senats des Bundesfinanzhofs, ein Abzug für ein gemischt genutztes häusliches Arbeitszimmer nicht in Betracht kommt. Der Begriff des häuslichen Arbeitszimmers setzt voraus, dass der jeweilige Raum ausschließlich oder nahezu ausschließlich für betriebliche/berufliche Zwecke genutzt wird (d.h. mind. 90 % in Bezug auf die Fläche und die Zeit). Auf der Grundlage dieser Entscheidung, hat der BFH auch in einem aktuellen Urteil die Berücksichtigung von Aufwendungen für einen mit Büromöbeln ausgestatteten Raum in einer Wohnung abgelehnt, da die Küche in offener Bauweise in diesen als Büro genutzten Bereich hineinragte.

In einem weiteren Beitrag erläutern wir am Beispiel einer aktuellen Entscheidung des Finanzgerichts Bremen nochmals die allgemein anerkannten Voraussetzungen für den Werbungskostenabzug im Zusammenhang mit einem häuslichen Arbeitszimmer. Dazu ist erforderlich, dass für die berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht und dass das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet.

In einem aktuellen Urteil zum Mietrecht hat der BGH die Rechte der Wohnungsvermieter gestärkt. So hat er bestätigt, dass im Falle der Vermietung durch eine GbR, die Kündigung auf den Eigenbedarf jedes einzelnen GbR-Gesellschafters oder dessen Angehörigen gestützt werden darf. Weiterhin soll nach Auffassung des BGH die Wirksamkeit einer Eigenbedarfskündigung künftig nicht länger davon abhängen, dass dem Mieter eine vergleichbare freie Wohnung im selben Haus oder derselben Wohnanlage angeboten wird.

Alle Einzelheiten lesen Sie wieder in unseren Kanzleinachrichten. Für Fragen steht das Team der Kanzlei Dr. Metschkoll gern zur Verfügung.

Ausgabe April 2017

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Alle Unternehmer möchten wir darauf aufmerksam machen, dass Sie mit dem regelmäßigen Bezug der Kanzleinachrichten unserer Kanzlei den Aspekt „gesetzliche und behördliche Anforderungen“ für die Zertifizierung nach ISO 9001:2008 erfüllen, wie gerade der TÜV-Süd einem unserer Mandanten im Überwachungsaudit bestätigt hat.