Kanzlei Dr. Metschkoll
Kanzlei Dr. Metschkoll

Archiv

Jahrgang 2019

Ausgabe Juli / August 2019

Ausgabe Juni 2019

Ausgabe Mai 2019

Ausgabe April 2019

Ausgabe März 2019

Ausgabe Februar 2019

Ausgabe Januar 2019

Jahrgang 2018

Ausgabe Dezember 2018

Ausgabe November 2018

Ausgabe Oktober 2018

Ausgabe September 2018

Ausgabe August 2018

Ausgabe Juli 2018

Ausgabe Juni 2018

Ausgabe Mai 2018

Ausgabe April 2018

Ausgabe März 2018

Ausgabe Februar 2018

Ausgabe Januar 2018

Jahrgang 2017

Ausgabe Dezember 2017

Ausgabe November 2017

Ausgabe September/Oktober 2017

Ausgabe August 2017

Ausgabe Juli 2017

Ausgabe Juni 2017

Ausgabe Mai 2017

Ausgabe April 2017

Ausgabe Februar / März 2017

Ausgabe Januar 2017

Jahrgang 2016

Ausgabe Dezember 2016

Ausgabe November 2016

Ausgabe Oktober 2016

Ausgabe September 2016

Ausgabe August 2016

Ausgabe Juli 2016

Ausgabe Juni 2016

Ausgabe Mai 2016

Ausgabe April 2016

Ausgabe Februar / März 2016

Ausgabe Januar 2016

Jahrgang 2015

Ausgabe Dezember 2015

Ausgabe November 2015

Ausgabe Oktober 2015

Ausgabe September 2015

Ausgabe Juli, August 2015

Ausgabe Juni 2015

Ausgabe Mai 2015

Ausgabe April 2015

Ausgabe März 2015

Ausgabe Februar 2015

Ausgabe Januar 2015

Jahrgang 2014

Ausgabe Oktober bis Dezember 2014

Ausgabe September 2014

Ausgabe August 2014

Ausgabe Juli 2014

Ausgabe Juni 2014

Ausgabe Mai 2014

Ausgabe März / April 2014

Ausgabe Februar 2014

Ausgabe Januar 2014

Jahrgang 2013

Ausgabe Dezember 2013

Ausgabe November 2013

Ausgabe Oktober 2013

Ausgabe August / September 2013

Ausgabe Juli 2013

Ausgabe Juni 2013

Ausgabe Mai 2013

Ausgabe April 2013

Ausgabe März 2013

Ausgabe Februar 2013

Ausgabe Januar 2013

Jahrgang 2012

Ausgabe Dezember 2012

Ausgabe November 2012

Ausgabe Oktober 2012

Ausgabe September 2012

Ausgabe August 2012

Ausgabe Juli 2012

Ausgabe Juni 2012

Ausgabe Mai 2012

Ausgabe April 2012

Ausgabe März 2012

Ausgabe Februar 2012

Ausgabe Januar 2012

Jahrgang 2011

Ausgabe Dezember 2011

Ausgabe November 2011

Ausgabe Oktober 2011

Kanzleinachrichten

Aus dem Inhalt der aktuellen Ausgabe Juli / August 2019

Mit Blick auf die stark ansteigenden Grundstückspreise dürfte das rechtskräftige Urteil des niedersächsischen Finanzgerichts für Viele von Interesse sein. Im Zusammenhang mit der Grundstücksbewertung zur Festsetzung von Erbschaftssteuer hat das Gericht festgestellt, dass der bei einer Veräußerung an einen fremden Dritten erzielte Kaufpreis für ein Wirtschaftsgut den sichersten Anhaltspunkt für den Wert (gemeiner Wert bzw. Verkehrswert) des Wirtschaftsguts liefere, wenn der Verkauf innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bewertungsstichtag erfolge. Demgegenüber habe ein auf den Stichtag erstelltes Verkehrswertgutachten grundsätzlich keinen Vorrang vor einem nach den Regeln von Angebot und Nachfrage frei ausgehandelten Marktpreis. Statt der im Gutachten ausgewiesenen 220.000,00 EUR, war der Besteuerung vom Finanzamt der tatsächlich erzielte Kaufpreis von 460.000,00 EUR zugrunde gelegt worden.

Praxistipp:

Um dem Finanzamt keinen Verkaufspreis zu liefern, der möglicherweise erheblich von einer gutachterlichen Bewertung nach oben abweichen könnte, sollte mit einer Veräußerung möglichst bis nach der bestandkräftigen Festsetzung der Erbschaftssteuer zugewartet werden.

Der Bundesgerichtshof hat in zwei aktuellen Urteilen zu wichtigen gesellschaftsrechtlichen Fragen Stellung genommen, über die in der Praxis immer wieder Unklarheiten bestehen.

In der ersten Entscheidung ging es um die Frage, inwieweit sich ein GmbH-Geschäftsführer durch eine Geschäfts- oder Ressortaufteilung von einer Haftungsinanspruchnahme seitens eines Insolvenzverwalters freizeichnen kann. Im entschiedenen Fall war der beklagte Geschäftsführer für den Kreativbereich, der andere für die Finanzen zuständig gewesen. Der Beklagte hatte eingewendet, dass er die Insolvenzreife nicht gekannt habe. Der BGH hat geurteilt, dass für eine haftungsausschließende Geschäftsverteilung auf der Ebene der Geschäftsführung eine klare und eindeutige Abgrenzung der Geschäftsführungsaufgaben auf Grund einer von allen Mitgliedern des Organs mitgetragenen Aufgabenzuweisung notwendig sei.

Praxistipp:

Anders als vom BGH gefordert, empfehlen wir zu Beweiszwecken eine Dokumentation der Aufgabenverteilung in Textform. Außerdem sollte dokumentiert werden, dass jeder Geschäftsführer trotz Aufgabenzuweisung, eine effektive Kontrolle der Mitgeschäftsführer sichergestellt hat.

Im zweiten Fall ging es um die Legitimationswirkung der GmbH-Gesellschafterliste. In die Liste sind sämtliche Gesellschafter sowie der Umfang ihrer Beteiligungen einzutragen. Bei jeder Änderung muss eine aktualisierte Gesellschafterliste zum Handelsregister eingereicht werden. Die Legitimationswirkung hat zur Folge, dass im Falle von Veränderungen in den Personen der Gesellschafter oder des Umfangs ihrer Beteiligung als Inhaber eines Geschäftsanteils nur gilt, wer als solcher in der eingereichten Gesellschafterliste eingetragen ist. In der aktuellen Entscheidung hat der BGH klargestellt, dass auch der durch Anteilsübertragung oder Anteilseinziehung ausgeschiedene, aber fälschlicherweise noch eingetragene Gesellschafter berechtigt bleibt, alle Gesellschafterrechte, insbesondere die Stimmrechte, weiter auszuüben.

Praxistipp:

Nach relevanten Gesellschafteränderungen sollte die aktualisierte Geselschafterliste so schnell wie möglich beim Handelsregister eingereicht werden. Zuständig sind der Geschäftsführer oder der an Änderungen beteiligte Notar. Gesellschafterversammlungen sollten erst nach Veröffentlichung der neuen Gesellschafterliste einberufen werden.

Alle Einzelheiten lesen Sie wieder in unseren Kanzleinachrichten. Für Fragen steht das Team der Kanzlei Dr. Metschkoll gern zur Verfügung.

Ausgabe Juli / August 2019

Wenn Sie keine Neuigkeit verpassen wollen, können Sie unter kanzlei@metschkoll.de unseren monatlichen Newsletter mit rechtlichen und steuerlichen Informationen sowie Veranstaltungshinweisen der Kanzlei Dr. Metschkoll bestellen.

Alle Unternehmer möchten wir darauf aufmerksam machen, dass Sie mit dem regelmäßigen Bezug der Kanzleinachrichten unserer Kanzlei den Aspekt „gesetzliche und behördliche Anforderungen“ für die Zertifizierung nach ISO 9001:2008 erfüllen, wie gerade der TÜV-Süd einem unserer Mandanten im Überwachungsaudit bestätigt hat.