Kanzlei Dr. Metschkoll
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Kanzleinachrichten

Aus dem Inhalt der aktuellen Ausgabe September / Oktober 2017

Zwei Änderungsgesetze bescheren insbesondere kleineren Betrieben und Handwerkern – rückwirkend zum 1. Januar 2017 – steuerliche Erleichterungen und Vereinfachungen im Umgang mit kleineren Beträgen. Für die Praxis dürften besonders folgende Änderungen wesentlich sein:

 

  • Wegfall der Aufbewahrungspflicht für Lieferscheine.
  • Anhebung der Betragsgrenze für eine quartalsweise Abgabe von Lohnsteuer-Anmeldungen von 4.000 auf 5.000 EUR
  • Erhöhung des Schwellenwerts für umsatzsteuerliche Kleinbetragsrechnungen von 150 auf 250 EUR.
  • Vereinfachte Fälligkeitsregelung für Sozialversicherungsbeiträge.
  • Erhöhung zu den Aufzeichnungspflichten für Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) von 150 auf 250 EUR.
  • Erhöhter Grenzwert von 72 EUR Tageslohn für die Lohnsteuerpauschalierung.

Zum 01.01.2018 wird außerdem die Grenze für die Anschaffungs- oder Herstellungskosten geringwertiger Wirtschaftsgüter (GWG) von 410 € auf 800 € angehoben.

Der BFH hat in einem aktuellen Urteil die Grundsätze zur Abschreibungsbefugnis des Nichteigentümer-Ehegatten bei betrieblicher Nutzung des Ehegattengrundstücks klargestellt. Der Kläger hat in dem entschiedenen Fall, in den im Alleineigentum seiner Ehefrau stehenden Räumlichkeiten selbständig seine Praxis betrieben. Zur Finanzierung des Objekts hat die Ehefrau Darlehensverträge mit einer Sparkasse abgeschlossen, für deren Erfüllung sich der Kläger verbürgt und ein Grundstück belastet hat. Die Zins- und Tilgungsleistungen für das Darlehen erfolgten von einem gemeinsamen Bankkonto der Kläger, das als Gemeinschaftskonto mit Einzelverfügungsbefugnis geführt wurde. Das Finanzamt verweigerte die Anerkennung der Abschreibung und der Schuldzinsen als Betriebsausgaben des Klägers. Zu Recht, wie der BFH nun bestätigt hat. Zwar sei die steuerliche Berücksichtigung der Aufwendungen für AfA auch bei einem vom Nichteigentümer-Ehegatten betrieblich genutzten Gebäudeteils möglich.  Das setzt aber voraus, dass dieser die Anschaffungskosten getragen hat. Daran fehlte es vorliegend, da Zahlungen von einem Oder-Konto ohne besondere Vereinbarungen jeweils für Rechnung desjenigen geleistet gelten, der den Betrag schuldet.

Alle Einzelheiten lesen Sie wieder in unseren Kanzleinachrichten. Für Fragen steht das Team der Kanzlei Dr. Metschkoll gern zur Verfügung.

Ausgabe September/Oktober 2017

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Alle Unternehmer möchten wir darauf aufmerksam machen, dass Sie mit dem regelmäßigen Bezug der Kanzleinachrichten unserer Kanzlei den Aspekt „gesetzliche und behördliche Anforderungen“ für die Zertifizierung nach ISO 9001:2008 erfüllen, wie gerade der TÜV-Süd einem unserer Mandanten im Überwachungsaudit bestätigt hat.