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Erbrecht - Irrtum 4

„Wenn ich kinderlos sterbe, erhält nach meinem Tode mein gesamtes Vermögen mein Ehepartner, ganz gleich, ob ich ein Testament zu seinen Gunsten gemacht habe oder ob gar kein Testament besteht.“

Hier hat die vererbende Person (= Erblasser) die Rechnung ohne seine Eltern gemacht.

Hat der Erblasser keine Erbregelung, z.B. in einem Testament getroffen, gilt stets die gesetzliche Erbfolge nach dem BGB. Diese besagt, dass der kinderlose Erblasser von seinen Eltern beerbt wird. Leben die Eltern nicht mehr treten an deren Stelle die Geschwister des Erblassers.

Der eigene Ehegatte erbt neben den Eltern des Verstorbenen lediglich zur Hälfte. Im Normalfall des gesetzlichen Güterstandes der Zugewinngemeinschaft erhöht sich der Erbteil. Die meisten Ehepaare leben in der Zugewinngemeinschaft, da sie keinen Ehevertrag geschlossen haben. In der Regel erhöht sich dann der Erbteil um ¼ für den sog. Zugewinnausgleich im Todesfall, so dass der überlebende Ehegatte im Ergebnis ¾ des Nachlasses erhält. Es verbleibt dennoch ¼ für die Eltern.

Waren der/die Verstorbene und dessen Lebensgefährte/in nicht verheiratet, erben die Eltern sogar das gesamte Vermögen des Erblassers. Soll das anders sein, müssen die Partner jeweils ein eigenes Testament schreiben.

Hat der Erblasser seine Ehegattin oder Lebenspartnerin zu seiner Alleinerbin eingesetzt, so bleibt den Eltern dennoch ein gesetzlich unentziehbarer Zahlungsanspruch (sog. Pflichtteilsanspruch) gegen die Erbin. Dessen Höhe beträgt ½ des Erbteils, den die Eltern im Falle der gesetzlichen Erbfolge erhalten hätten. Bei Ehegatten beträgt er 1/8 des Vermögens des Erblassers. Soll dieser Pflichtteilsanspruch ausgeschlossen werden, so müssen die Eltern zu Lebzeiten des Erblassers ihren Verzicht auf ihren Pflichtteil erklären.

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