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Erbrecht - Irrtum 2

„Für die wirksame Errichtung eines Testaments reicht es aus, wenn ich das Testament am Computer verfasse oder mir eine Vorlage aus dem Internet herunterlade, ausdrucke, eigenhändig mit Datum und Ausstellungsort versehe und mit Vor- und Zuname unterschreibe.“

Ein Testament, das in dieser Form von der vererbenden Person (= Erblasser) erstellt worden ist, wäre – unabhängig vom Inhalt – unwirksam.

Testamente können im Regelfall nur vor einem Notar (= öffentliches Testament) oder handschriftlich vom Erblasser persönlich (= eigenhändiges Testament) verfasst werden.

Nur bei einem öffentlichen Testament muss das Testament nicht handschriftlich und eigenhändig vom Erblasser verfasst sein. Vielmehr kann es etwa von dem beratenden Rechtsanwalt erstellt werden. Zu seiner Wirksamkeit bedarf das öffentliche Testament jedoch der notariellen Beurkundung.

Demgegenüber ist das eigenhändige Testament vom Erblasser persönlich und handschriftlich (d.h. auch im Zeitalter des Computers tatsächlich mit Papier und am besten einem nicht löschbaren Stift, wie z.B. einem Kugelschreiber) zu verfassen und zu unterschreiben. Minderjährige und Analphabeten können kein eigenhändiges Testament errichten.

Obwohl das Gesetz vorsieht, dass Zeit und Ort in das eigenhändige Testament aufgenommen werden sollen, ist dies keine Wirksamkeitsvoraussetzung. Vielmehr dienen diese Angaben dazu, bei Vorliegen mehrerer Testamente später festzustellen, welches das neuere Testament ist. Es ist daher die dringend anzuraten, diese Angaben in das Testament aufzunehmen.

Zudem sollte das Testament unbedingt inhaltlich so formuliert sein, dass es auch ein außenstehender Dritter verstehen kann. Insbesondere sollten die Bedachten eindeutig, am besten mit Vor- und Zuname bezeichnet werden. Spitz- und Kosenamen (z.B. „Mutti“ oder „Hase“) sind hingegen wenig hilfreich.

Eine Formerleichterung gilt für das eigenhändige gemeinsame Testament von Eheleuten (gemeinschaftliches Testament). Bei diesem Testament genügt es, wenn es nur von einem der beiden Ehegatten eigenhändig verfasst wird und es beide Eheleute unterschreiben (Weitere Ausführungen zum gemeinschaftlichen Testament finden Sie unter Irrtum Nr. 8).

Neben den vorgenannten, ordentlichen Testamenten gibt es noch die sog. Nottestamente, die nur im Ausnahmefall bestimmten Notsituationen vorbehalten sind.

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