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Erbrecht - Irrtum 10

„Will ich den Pflichtteilsanspruch etwa meines unehelichen Kindes reduzieren oder ausschließen, so muss ich nur mein Vermögen bereits zu Lebzeiten an meine übrigen Kinder oder Dritte übertragen.“

Die Höhe des Pflichtteilsanspruchs bemisst sich grundsätzlich nach dem Wert des Vermögens des Verstorbenen (=Nachlass) im Zeitpunkt des Erbfalls. (Zum Pflichtteilsanspruch vergleichen Sie bitte auch die Ausführungen zum Irrtum Nr. 9)

Weniger Nachlass, bedeutet folglich erst einmal einen geringeren Pflichtteilsanspruch.

Daher könnte ein gewiefter Erblasser, der den Pflichtteilsberechtigten möglich wenig zukommen lassen will, auf die Idee kommen, einen Großteil seines Vermögens bereits zu Lebzeiten an die ihm genehmen Erben zu übertragen, so dass bei seinem Tode sein Vermögen möglichst niedrig ausfällt.

Um dieser Aushöhlung des Vermögens vorzubeugen, hat der Gesetzgeber jedoch Regelungen im BGB vorgesehen, die bestimmen, dass einzig zum Zweck der Berechnung des Pflichtteilsanspruchs, der Wert, der zu Lebzeiten verschenkten Gegenstände, dem Nachlass hinzuzurechnen ist.

Allerdings reduziert sich der für die Berechnung des Pflichtteils maßgebliche Wert der verschenkten Gegenstände um 1/10 pro Jahr seit dem Zeitpunkt der Schenkung bis zum Erbfall. Sind mehr als 10 Jahre seit der Schenkung vergangen, bleibt die Schenkung bei der Pflichtteilsberechnung sogar völlig unberücksichtigt.

Wer somit längerfristig die Reduzierung von Pflichtteilsansprüchen herbeiführen will, kann dies durch Schenkungen erreichen. Zudem können durch Schenkungen schenkungs- und erbschaftssteuerliche Freibeträge ausgenutzt werden.

Schließlich gibt es gerade in Testamenten von Ehegatten die Möglichkeit eine sogeannte „Pflichtteilsstrafklausel“ einzubauen, so dass die Kinder beim erstversterbenden Ehegatten keinen Pflichtteil geltend machen.

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