Kanzlei Dr. Metschkoll
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Aktuelles zu

Aktuelles aus der Rechtssprechung

Eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegt dann vor, wenn

·       die Arbeit nicht selbstständig ausgeübt wird,

·       die Arbeit in...

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Ein Arbeitgeber hatte arbeitsvertraglich versprochen, die Bemessungsobergrenze für die Berechnung zusätzlichen erfolgsbezogenen Urlaubs- und...

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Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs kann ein Grundstückseigentümer von seinem Nachbarn verlangen, dass dieser über die Grenze...

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Die Versicherungspflicht in der Sozialversicherung setzt die Erzielung von Arbeitsentgelt voraus.

Einnahmen von Übungsleiterinnen und -leitern sind...

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In einem vom Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg entschiedenen Fall war eine Laborassistentin zunächst bei einem Forschungsverbund befristet...

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Erbrecht - Schwerpunktthema

Ihr letzter Wille geschehe … !? 
10 (vermeidbare) Irrtümer und Fehler beim Vererben

- Rechtsanwalt Dirk Scherzer -

„Nur zwei Dinge auf dieser Welt sind uns sicher. Der Tod und die Steuer.“ (Benjamin Franklin, 1706-1790, am. Politiker) Und obwohl das so ist und es auch jeder weiß, werden die Themen „Sterben“ und „Tod“ nur allzu gern aus dem Alltag verdrängt. Wer will sich auch schon vorzeitig mit seinem Ableben befassen. Dann ist es wenig verwunderlich, dass beim Vererben so viele Fehler passieren. Dies ist deshalb besonders tragisch, weil, anders als bei lebzeitigen Rechtsgeschäften, der Erblasser nicht mehr persönlich gefragt werden kann, was genau er eigentlich gewollt hat. Die Folge fehlender, unwirksamer oder unklarer Verfügungen sind zumeist heftigste Auseinandersetzungen über den Nachlass. Nicht selten stirbt dann mit dem Familienoberhaupt auch der Familienfrieden. In unserem Beitrag soll mit 10 weit verbreiteten Irrtümern über das Vererben aufgeräumt werden.

  1. „Wenn ich mir als Familienoberhaupt zu Lebzeiten mit meiner Ehefrau und mit meinen Kindern einig bin und sie anweise, wie einmal mein Vermögen unter ihnen zu verteilen ist, sind sie später als Erben nach meinem Tode auch an diese mündlichen Absprachen gebunden.“
  2. „Für die wirksame Errichtung eines Testaments reicht es aus, wenn ich das Testament am Computer verfasse oder mir eine Vorlage aus dem Internet herunterlade, ausdrucke, eigenhändig mit Datum und Ausstellungsort versehe und mit Vor- und Zuname unterschreibe.“
  3. „Damit mein einziger Sohn die Nachfolge in meine Unternehmensbeteiligung antreten kann, muss ich nichts regeln, da er ja bereits kraft gesetzlicher Erbfolge mein alleiniger Erbe wird.“
  4. „Wenn ich kinderlos sterbe, erhält nach meinem Tode mein gesamtes Vermögen mein Ehepartner, ganz gleich, ob ich ein Testament zu seinen Gunsten gemacht habe oder ob gar kein Testament besteht.“
  5. „Ein notariell errichtetes Testament hat in jedem Falle Vorrang vor einem eigenhändigen Testament.“
  6. „Als Erbe hafte ich für die Verbindlichkeiten des Erblassers stets vollständig mit meinem Privatvermögen.“
  7. „Wenn mir der Verstorbene testamentarisch nur einen Einzelgegenstand, wie etwa sein Haus hinterlässt, gehen mich Verbindlichkeiten des Verstorbenen nichts an.“
  8. „Die Errichtung eines gemeinschaftlichen Testamentes verhindert wirksam, dass mein Ehegatte nach meinem Tod einseitig Verfügungen über sein Vermögen trifft.“
  9. „Wenn mir meine Familie nicht wohlgesonnen ist, kann ich durch die Einsetzung meiner Krankenschwester, die mich jeden Tag zu Hause betreut hat, zur Alleinerbin, dafür sorgen, dass niemand aus der Verwandtschaft nach meinem Tode etwas von meinem Vermögen erhält.“
  10. „Will ich den Pflichtteilsanspruch etwa meines unehelichen Kindes reduzieren oder ausschließen, so muss ich nur mein Vermögen bereits zu Lebzeiten an meine übrigen Kinder oder Dritte übertragen.“

Noch Fragen, Kienzle...?

Download des gesamten Artikels über die Irrtümer zum Vererben im pdf-Format