Kanzlei Dr. Metschkoll
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Aktuelles aus der Rechtsprechung

23.11.2018 10:04

Keine anteilige Verdienstgrenze mehr bei kurzfristiger Beschäftigung

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn der Beschäftigte von seinem Arbeitgeber nur mit...


Kat: Rechtsprechung
07.11.2018 10:03

Kein Haftungsausschluss bei arglistigem Verschweigen von Sachmängeln beim Grundstückskauf

Im Verkaufsprospekt einer Immobilie wurde u. a. damit geworben, dass diese technisch und...


Kat: Rechtsprechung
22.10.2018 08:59

Nachbarschaftshilfe: Haftung im Schadensfall?

Hilft jemand einem anderen unentgeltlich und verursacht dabei einen Schaden, gehen Gerichte häufig...


Kat: Rechtsprechung
19.10.2018 09:48

Dashcam-Aufnahmen: Verwertbarkeit als Beweismittel im Unfallhaftpflichtprozess

Obwohl eine permanente anlasslose Aufzeichnung des gesamten Geschehens auf und entlang der...


Kat: Rechtsprechung
01.10.2018 10:04

Wohnungseigentümer müssen auch hohe Sanierungskosten tragen

Hat ein Altbau feuchte Wände und ist dadurch die Nutzung der Räumlichkeiten stark beeinträchtigt,...


Kat: Rechtsprechung

Erbrecht - Schwerpunktthema

Ihr letzter Wille geschehe … !? 
10 (vermeidbare) Irrtümer und Fehler beim Vererben

- Rechtsanwalt Dirk Scherzer -

„Nur zwei Dinge auf dieser Welt sind uns sicher. Der Tod und die Steuer.“ (Benjamin Franklin, 1706-1790, am. Politiker) Und obwohl das so ist und es auch jeder weiß, werden die Themen „Sterben“ und „Tod“ nur allzu gern aus dem Alltag verdrängt. Wer will sich auch schon vorzeitig mit seinem Ableben befassen. Dann ist es wenig verwunderlich, dass beim Vererben so viele Fehler passieren. Dies ist deshalb besonders tragisch, weil, anders als bei lebzeitigen Rechtsgeschäften, der Erblasser nicht mehr persönlich gefragt werden kann, was genau er eigentlich gewollt hat. Die Folge fehlender, unwirksamer oder unklarer Verfügungen sind zumeist heftigste Auseinandersetzungen über den Nachlass. Nicht selten stirbt dann mit dem Familienoberhaupt auch der Familienfrieden. In unserem Beitrag soll mit 10 weit verbreiteten Irrtümern über das Vererben aufgeräumt werden.

  1. „Wenn ich mir als Familienoberhaupt zu Lebzeiten mit meiner Ehefrau und mit meinen Kindern einig bin und sie anweise, wie einmal mein Vermögen unter ihnen zu verteilen ist, sind sie später als Erben nach meinem Tode auch an diese mündlichen Absprachen gebunden.“
  2. „Für die wirksame Errichtung eines Testaments reicht es aus, wenn ich das Testament am Computer verfasse oder mir eine Vorlage aus dem Internet herunterlade, ausdrucke, eigenhändig mit Datum und Ausstellungsort versehe und mit Vor- und Zuname unterschreibe.“
  3. „Damit mein einziger Sohn die Nachfolge in meine Unternehmensbeteiligung antreten kann, muss ich nichts regeln, da er ja bereits kraft gesetzlicher Erbfolge mein alleiniger Erbe wird.“
  4. „Wenn ich kinderlos sterbe, erhält nach meinem Tode mein gesamtes Vermögen mein Ehepartner, ganz gleich, ob ich ein Testament zu seinen Gunsten gemacht habe oder ob gar kein Testament besteht.“
  5. „Ein notariell errichtetes Testament hat in jedem Falle Vorrang vor einem eigenhändigen Testament.“
  6. „Als Erbe hafte ich für die Verbindlichkeiten des Erblassers stets vollständig mit meinem Privatvermögen.“
  7. „Wenn mir der Verstorbene testamentarisch nur einen Einzelgegenstand, wie etwa sein Haus hinterlässt, gehen mich Verbindlichkeiten des Verstorbenen nichts an.“
  8. „Die Errichtung eines gemeinschaftlichen Testamentes verhindert wirksam, dass mein Ehegatte nach meinem Tod einseitig Verfügungen über sein Vermögen trifft.“
  9. „Wenn mir meine Familie nicht wohlgesonnen ist, kann ich durch die Einsetzung meiner Krankenschwester, die mich jeden Tag zu Hause betreut hat, zur Alleinerbin, dafür sorgen, dass niemand aus der Verwandtschaft nach meinem Tode etwas von meinem Vermögen erhält.“
  10. „Will ich den Pflichtteilsanspruch etwa meines unehelichen Kindes reduzieren oder ausschließen, so muss ich nur mein Vermögen bereits zu Lebzeiten an meine übrigen Kinder oder Dritte übertragen.“

Noch Fragen, Kienzle...?

Download des gesamten Artikels über die Irrtümer zum Vererben im pdf-Format